Das Wasser in Hong Kong ist kälter, die Sicht schlechter und die Strömungen unberechenbarer als in den Philippinen oder Thailand. Im Internet stieß ich auf Berichte von tötlichen Tauchunfällen im Schnitt wohl alle 3 Jahre.
So fand ich zunächst das Tauchen auch sehr defensiv. Mit einer Gruppe von Hong Kong-Chinesen fuhr ich auf einem Boot zu vorgelagerten Inseln. Dort wurde in Inselnähe in geringer Tiefe getaucht. Schwerpunkt war Unterwasserphotographie, genauer gesagt Makrophotographie. Die Unterwasserwelt dort ist natürlich nicht so zahlreich, wie in einem tropischen Riff.
Mein Buddy war der mit den besten Englischkenntnissen und sehr angenehm mit zu unterhalten. Ich fragte ihn nach mehr Tiefenerfahrungen. Zu der Zeit definierte sich die Qualität des Tauchganges für mich durch Tiefe und Tauchdauer, - war fasziniert vom taktischen Tauchen.
So schwommen wir weiter raus, zwischen die Inseln und ließen die Luft aus unseren Westen und sanken hinab. Nach gut 3 Metern war die Sicht Null. Noch nicht einmal das Finometer war zu erkennen. Reflektiv sank ich tiefer bis ich harten Grund an den Füßen spürte. Da auch der Buddy nicht mehr zu sehen war, rieten die PADI-Richtlinien zum sofortigen Auftauchen. Das war eine gute Idee. Das Wasser war aber so trübe, daß es sehr leicht war oben mit unten zu verwechseln. Also die Luftblasen mit den Händen spüren und der Richtung folgen.
Wieder an der Oberfläche angekommen wartete mein Buddy auf mich. Da unten wäre es risikoreicher? Er lächelte, ich wollte es selber sehen. - Ich mag asiatische Höflichkeit.
Der Tag war entspannend und angenehm. Die Bewohner von Hong Kong sind generell verschlossener als die Leute in Thailand oder den Philippinen. Schafft man aber sie etwas näher kennen zu lernen, öffnen sie leicht ihr Herz und werden im positiven Sinn anhänglich.
Die Preise für das Tauchen entsprechen dem internationalen Niveau. Tauchen ist also - verglichen mit dem allgemeinen Preisniveau - in Hong Kong sehr günstig. Aber natürlich steckt man hier aus Spaß an der Freude sehr viel Geld in Ausrüstung, speziell technische Dinge wie Tauchcomputer oder Kameras. Mein Buddy schickte mir auch meine ersten Unterwasserpotraits von mir.
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Montag, 6. März 2017
Montag, 27. Februar 2017
Tauchen in den Philippinen
In den Philippinen entdeckte ich meine Liebe zum Tauchen. Die Tauchmöglichkeiten sind dort recht zahlreich und es ist günstig. In Puerto Galera zahlte ich z.B. 60$ für 2 Tauchgänge am Tag. -Wir unternahmen aber 3 Tauchgänge. In den Philippinen lohnt es sich immer über die Preise zu verhandeln. Mir wurde auch bewußt wie einzigartig jeder Tauchgang sein kann. Da die Situation an Land trostlos sein kann, entschloß ich mich dort, bevorzugt Tauchplätze aufzusuchen.
Tauchen in San Fernando
San Fernando war der erste dieser Tauchorte. Er befindet sich an der Westküste von Luzon, der nördlichen großen Hauptinsel von den Philippinen. Ich hatte das Gefühl ich wäre der erste Tourist seit langem, der dort nach ein paar Tauchgängen fragte. Der Divingpoint war am Strand direkt hinter dem Flugplatz.
Preislich war das alles sehr in Ordnung und ich schlief eine Nacht im benachbarten Hotel. Am nächsten Tag ging es los. 2 Männer ruderten einen typischen philippinischen Trimaran. Es war sehr eng. Am Riff angelangt sprangen ich und der Guide ins Wasser und tauchten.
Es war sehr schön. Ich machte meine erste Höhlentaucherfahrung. Auf Facebook sollte ich später schreiben: durch eine enge, lange Höhle zu tauchen und wieder in das Blau des Ozeans zu gelangen ist wie durch eine Vagina zu gleiten und neu geboren zu werden. Den Tag über war ich sehr positiv und ich fand das hatte richtig Spaß gemacht.
Tauchen in Puerto Galera
Puerto Galera liegt auf der Insel Mindoro südlich von Luzon. Über Batangas City kann man leicht mit einer Fähre erreichen. Vorsicht: im Hafenbereich lauern jede Menge Scammer, die am liebsten einen Tripp mit einem Privatboot verkaufen würden. Ebenso Diebstähle werden berichtet. Kommt man erst später am Abend an, dann fahren keine Fähren mehr, nur noch Privatboote, die zu Schlepperpreisen arbeiten. Dann Hotel nehmen und früh am Morgen ein reguläres Ticket kaufen.
Die Fahrt nach Puerto Galera ist sehr angenehm und die Atmosphäre wechselt in eine Inselidylle: hügelige Inseln, Palmen und die Einwohner sind relaxter als die zwielichtigen Gestalten vom Hafen in Batangas.
Es gibt mehrere Anbieter von Tauchgängen. Preisverhandlungen können erhebliche Preisnachlässe bringen. Am Ende entschied ich mich für den Badladz-Dive-Resort.
Dort gab es gutes Essen, 3 mal täglich Tauchgänge und zum ersten Mal auf den Philippinen traf ich auf nette Reisende und Tauchfreunde und die Destination lud zum Verweilen ein.
Jeder Tauchgang war anders und es machte Spaß und ich verbesserte meine Tauchtechnik: weniger Gewicht, längere Tauchzeiten.
Ich fühlte mich glücklich an den Tagen, an denen ich tauchte. 2 Bier danach und all die Mühen davor machen auf einmal Sinn.
Schnorcheln in Donsol
In Donsol ist das Wasser wegen dem Plankton nicht so klar. Walhaie fühlen sich aber dort sehr wohl und haben für eine regelrechte Touristenindustrie gesorgt. Täglich fahren Boote heraus um Gruppen von Touristen zu den Walhaien zu bringen. Sieht der Bootsführer einen großen Schatten unter Wasser stoppt er die Maschinen und die Touristen springen ins Wasser um zu dem Schatten zu schwimmen. Dort angelangt taucht man vielleicht 2 Meter tief und kann so die sehr großen Fische unter Wasser bestaunen. Das übt man einige Mal, dann ist das recht einfach und man verliert die Angst vor den ca 10 Meter großen Tieren. Ich sah an dem Tag 11 Walhaie, was laut Bootsführer eine große Anzahl war. Schnorchelausrüstung kann man sich in den Hotels dort leihen.
Mantatauchen in San Miguel
Neben dem Walhaischnorcheln legte ich in Donsol einen Flaschentauchgang ein. Mit einem Boot ging es zur Insel San Miguel. Dort konnte man in 30 Metern Tiefe Mantas begegnen. Das Wasser war sehr strömungsstark, so daß man sich mit Haken am Meeresgrund festhaken mußte. Als plötzlich ein Manta langsam und still direkt neben mir vorbei schwomm, war das schon ein einzigartiges Gefühl: Bewunderung, Respekt.
Montag, 13. Februar 2017
Tauchen in Thailand
Ein Freund erzählte mir von Ko Tao, einer Insel im Golf von Thailand. Das einzige, was man dort tun könne, wäre zu Tauchen, - und zwar richtig billig. Ein Dive-Resort reihte sich an den nächsten. Wo ich gerade mal da war, sicher keine schlechte Idee.
Von Chumphon aus gab es eine Nachtfähre nach Ko Tao. In Chumphon habe ich das Salsa-Hostel in guter Erinnerung. Der Eigentümer spricht hervorragend Englisch und half mir sehr bei meinen Reiseplanungen. Vielen Dank!
Die Fähre tuckerte die Nacht durch den sanften Ozean. In Ko Tao angelangt ging es schon gleich mit dem Tauchkurs los. Die meisten Resorts bieten einen Kurs inklusive Schlafmöglichkeit an. So kam eines zum anderen.
Es gibt dort etliche Tauchschulen. Inhaltlich richten sie sich nach den PADI-Richtlinien und ich erwarb dort eine Open-Water-Lizenz, die nützlich ist vorzuzeigen, wenn man irgendwo auf der Welt über einen Tauchshop einen Tauchtag einlegen will. Natürlich tauchte ich auch dort zum ersten Mal in meinem Leben.
Auch wenn mich direkt ein Walhai nach dem Absolvieren meiner Prüfung unter Wasser in unmittelbarer Nähe für gut 5 Minuten begrüßte und mir folgte, war ich letztendlich froh es hinter mich gebracht zu haben.
Das Wasser um Ko Tao ist sehr klar und strömungsarm. Natürlich auch warm und sicher ein guter Ort die ersten Schritte in die Tauchwelt zu unternehmen.
Die Tauchschulen auf Ko Tao sind aber sehr groß. Ich erinnere mich noch an das Seil, an dem wir uns nach unten ziehen sollten. Oben hell nach unten dunkler werden. Für mich war das eher ein Kämpfen mit meinen diffusen Urängsten. Denn hinter einem drängelten schon die nächsten. Um jetzt es sehr einfach zu machen, bekam man noch ordentlich Gewicht an den Bleigürtel.
Erst später in den Philippinen entdeckte ich, daß Tauchen mir riesig Freude bereitet. Ich verließ Ko Tao mit gemischten Gefühlen aber auch sicherlich dem Gefühl des Stolzes, es geschafft und einem Walhai ins Auge gesehen zu haben.
Wenn man günstig eine Lizenz zum Tauchen haben will und zufällig in Thailand ist, dann ist der Weg nach Ko Tao sicher der richtige. Das Lernen in den großen Tauchschulen ist aber schwierig und für mich heute kein idealer Einstieg.
Die Fullmoonparty auf Ko Phangan
Einen beinah legendären Ruf hat die Fullmoonparty auf der Insel Ko Phangan. Liegt nicht weit von Ko Tao entfernt und die Party wird jeden Vollmond von den örtlichen Kneipen veranstaltet. Es wird dort eimerweise Alkohol getrunken und die Partygäste haben zu 95% Muscleshirts an und werden ab 1 Uhr Nachts vom Alkohol recht aggressiv. Auf der Party patroliert das Militär mit Maschinengewehren. DIES IST KEINE PSYTRANCE-PARTY, - reines Touristending.
Die Fullmoonparty auf Ko Phangan
Einen beinah legendären Ruf hat die Fullmoonparty auf der Insel Ko Phangan. Liegt nicht weit von Ko Tao entfernt und die Party wird jeden Vollmond von den örtlichen Kneipen veranstaltet. Es wird dort eimerweise Alkohol getrunken und die Partygäste haben zu 95% Muscleshirts an und werden ab 1 Uhr Nachts vom Alkohol recht aggressiv. Auf der Party patroliert das Militär mit Maschinengewehren. DIES IST KEINE PSYTRANCE-PARTY, - reines Touristending.
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